Rahmenkonzept

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Diese Kurzkonzeption der Gemeinnützigen BOOT GmbH dient als grobe Übersicht, wie der Träger organisatorisch aufgebaut ist und inhaltlich arbeitet. Zur weiteren Untersetzung relevanter Themen dienen unsere Qualitätsstandards. Zudem hat jede BOOT-KITA eine eigene detaillierte Hauskonzeption in Anlehnung an diese Rahmenkonzeption entwickelt.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichten wir auf die gleichzeitige Nennung männlicher und weiblicher Sprachformen. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für beide Geschlechter. Mit der Verwendung des Begriffs „Eltern“ sind alle erziehungsberechtigen Bezugspersonen eines Kindes gemeint.

Kurzdarstellung des Trägers

Wir, Gründer  und  Mitglieder – Psychologen und Pädagogen – des BOOT e.V. (seit dem 01.01.2015 Gemeinnützige BOOT GmbH), sind seit Jahren beratend bzw. als Fortbildner für kommunale wie freie Träger tätig. Der enge Bezug unserer Tätigkeit zu pädagogischen Situationen des Kitaalltags und die daraus resultierende Akzeptanz durch Teilnehmer wie Träger, trug zu dem Wunsch bei, neben der Beratungstätigkeit auch als Träger von Kinder- und Jugendeinrichtungen tätig zu werden. 1998 haben wir die ersten Kindertagesstätten in unsere Trägerschaft übernommen.

Bei der Entwicklung der individuellen Konzeptionen der BOOT-KITAS ist es unser Anliegen, die Erfahrungen der Mitarbeiter der jeweiligen Einrichtungen, Bedarfe der Familien im Umfeld und aktuelle Erkenntnisse aus Pädagogik und Psychologie zu verknüpfen. Gemeinsam möchten wir die Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsqualität in unseren Einrichtungen kontinuierlich und systematisch sichern und weiterentwickeln.

Zudem setzen wir auf das Konzept eines überschaubaren Trägers mit einer möglichst schmalen administrativen Ebene. Durch das Prinzip der kurzen Wege und dem Bemühen um gute Kooperation können schneller Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden. Dies erleichtert den Arbeitsalltag für alle Beteiligten.

Organisationsstrukturen innerhalb des Trägers

Träger: Gemeinnützige GmbH

Der Aufsichtsbeirat und die Gesellschafterversammlung beschließen die grundsätzlichen Ausrichtungen der gemeinnützigen GmbH und sind für die Kontrolle des Zweckbetriebes verantwortlich.

Die Steuerung und Verwaltung erfolgt durch zwei Geschäftsführer, einem Technischen Leiter und drei Mitarbeiterinnen der Geschäftsleitung.

Zwei Kita-Fachberaterinnen unterstützen die pädagogischen Fachkräfte, die Kitaleitung und die Geschäftsführung bei der Qualitätsentwicklung.

Kindertageseinrichtungen

Jede Einrichtung ist verantwortlich für die Umsetzung ihrer Konzeption.

Leitungsrunden    

Regelmäßig trifft sich das Gremium der Leitungskräfte aller BOOT-KITAS mit den Geschäftsführern. Bei diesen Treffen wird über organisatorische, strukturelle und inhaltliche Entwicklungen des Arbeitsfeldes beraten und Vereinbarungen zur weiteren Entwicklung der Gemeinnützigen BOOT GmbH getroffen.

Leitungsteams

Zur Unterstützung und Vertretung (bei Krankheit oder Urlaub) der Kitaleitung agiert in jeder BOOT-KITA ein Leitungsteam, i.d.R. bestehend aus zwei pädagogischen Mitarbeitern der jeweiligen Einrichtung.

Gruppenleiter (im Aufbau seit September 2017)

Die Vergrößerung der Kleinteams erfordert zunehmend einen höheren Abstimmungsbedarf. Daher favorisieren wir die Koordinierung der Gruppenprozesse durch einen Gruppenleiter.

Hausübergreifende Arbeitsgruppen (AG’s)/ Hausübergreifende Trägerfortbildungen

Mitarbeiter aus allen BOOT-KITAS können sich an den hausübergreifenden Arbeitsgruppen des Trägers beteiligen: AG neue Mitarbeiter, AG Integration, AG Kleinkindbetreuung, AG Berliner Bildungsprogramm.

Ziel dieser AG’s sind die Erarbeitung von neuen/relevanten Themen und die Weiterentwicklung von Handlungsleitfäden zur stätigen Verbesserung des Arbeitsalltags und der pädagogischen Arbeit bei BOOT-KITAS.

Für die hausübergreifenden Fortbildungen setzt der Träger die thematischen Schwerpunkte (zum Beispiel: Sprachförderung, Psychomotorik, Kinderschutz, Praxisanleitung, Führungskräfte Nachwuchs).

Der Träger stellt die notwendigen zeitlichen, personellen und materiellen Rahmenbedingungen.

Aufgaben des Trägers

  • Ziel

Wir verstehen uns als Organisation, die sich in Kooperation mit ihren Einrichtungen beständig um möglichst optimale Bedingungen für die Bildung und Entwicklung der uns anvertrauten Kinder bemüht.

  • Konzeption

Konzeptionsentwicklung sehen wir als eine gemeinsame und kontinuierliche Aufgabe von uns als Träger als auch von jeder BOOT-KITA. Dabei fördern und unterstützen wir die individuelle Profilbildung einer jeden Kita unseres Trägers und begleiten diese Prozesse durch regelmäßige interne Evaluierungen.

  • Personal

Ziel unserer Personalführung und -entwicklung ist es, hohe Arbeitszufriedenheit und Motivation aller Fachkräfte über eigenverantwortliches Handeln in klar umrissenen Aufgabenfeldern herzustellen. Zur Förderung und Motivation von Mitarbeitern gehören u.a.: Mitarbeiterinformation, Mitarbeitergespräche, Führungsfeedback, Förderung von Fortbildung und Qualifizierung, die den Anforderungen des Arbeitsfeldes entsprechen, Einführung neuer Mitarbeiter, Praktikantenanleitung, Konfliktmanagement.

  • Qualitätsmanagement

Wege zu einer unseren Ansprüchen gerecht werdenden Qualitätsentwicklung und -sicherung sehen wir im regen fachlichen Austausch: mehrtägige Teamfortbildungen (Kita-Team, Leitungsteam), regelmäßige interne Evaluation wird ergänzt durch externe Evaluation, Zusatzqualifizierungen für spezielle pädagogische Anforderungen, Fachtagungen, Begleitung durch / Austausch mit BOOT-interner Fachberatung, Fallbesprechungen, Supervisionen. Festgehalten werden unsere erarbeiteten Qualitätsstandards in unserem Qualitätshandbuch.

  • Vernetzung

Als Träger verschiedener Einrichtungen sehen wir es als unsere Aufgabe, die Vernetzung der einzelnen BOOT-KITAs untereinander zu ermöglichen und anzuregen. Durch den Kontakt und den Austausch aller Mitarbeiter streben wir an, die (Weiter-)Entwicklung trägerinterner Qualitätsstandards und die Identifikation  aller Mitarbeiter mit der Gemeinnützigen BOOT GmbH zu fördern.

  • Schutzkonzept

Als Kinder- und Jugendhilfeträger sind wir und unsere Mitarbeiter der Wahrung des Kindeswohls verpflichtet. Für einen kompetenten Umgang im Kita-Alltag mit dieser Thematik haben wir handlungspraktische Leitfäden zur Sicherung des Kindeswohles und zur Partizipation der Kinder in einem Schutzkonzept zusammengefasst. à siehe „Sicherung des Kindeswohles in BOOT-KITAS“

  • Finanzmanagement

Der sachgemäße Einsatz der Mittel ist für uns Selbstverständlichkeit. Neben der Mittelplanung und Finanzverwaltung gilt es, zusätzliche Finanzquellen zu erschließen.

  • Bau- und Sachausstattung

Die Überprüfung der baulichen Situation, Mittelakquirierung, Bauplanung und -durchführung erfolgen in enger Kooperation mit der jeweiligen Einrichtung (Personal, Kinder, Eltern). Beim Bau finden pädagogische, ökologische und sicherheitstechnische Aspekte Berücksichtigung.

  • Familienorientierung und Elternbeteiligung

Das Leistungsangebot unserer Kindertagesstätten hat die Belange des Umfeldes angemessen zu berücksichtigen. Wir unterstützen die pädagogischen Fachkräfte in ihrer Zusammenarbeit mit den Familien, indem wir den Aufbau wirksamer Kommunikationssysteme zwischen Kita und Familien sowie alle Partizipationsformen unterstützen, die die Arbeit der Kindertagesstätte fördern.

  • Bedarfsermittlung und Angebotsplanung

Dies erfolgt in Kooperation mit den zuständigen Jugendämtern und in enger Absprache mit den Kindertagesstätten.

  • Vernetzung und Kooperation im Gemeinwesen                              

Die Kindertagesstätte ist für uns Teil der im Kiez und im Bezirk vorhandenen sozialen Dienstleistungseinrichtungen. Vor allem um  bestmöglich die Bedarfe der Familien zu erkennen, auf sie einzugehen und ihre Realisierung mit anderen Einrichtungen abstimmen zu können, sind wir um Vernetzung und Kooperation im Gemeinwesen bemüht. Wir wünschen Vernetzung im System der Kindertagesstätten des Kiezes sowie Kooperation mit anderen Anbietern sozialer Dienstleistungen und mit Wirtschaftsunternehmen.

  • Öffentlichkeitsarbeit

In der Öffentlichkeit wollen wir als Träger, der sich auf qualifizierte Angebote in der Tagesbetreuung spezialisiert hat, sichtbar werden. Wir fördern die Darstellung unserer Kindertagesstätten mit ihrer jeweiligen Profilierung. Dafür werden gemeinsam Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit erstellt (z.B. Broschüren, Homepage, Handzettel). Als Träger sehen wir eine unserer Aufgaben darin, die Kindertagesstätten in der Öffentlichkeit zu vertreten und bekannt zu machen.

Unsere Grundsätze in der Kita-Arbeit

Pädagogische Leitgedanken

Kinder brauchen Sicherheit und emotionale Zuwendung

Kinder können sich nur dann gut entwickeln und mit Interesse und Neugier die Welt entdecken, wenn sie sich emotional sicher und geborgen fühlen. Deshalb ist es von grundlegender Bedeutung, dass sich die pädagogische Fachkraft jedem Kind einfühlsam zuwendet, seine Bedürfnisse wahrnimmt und innerhalb der ihr vorhandenen Möglichkeiten darauf eingeht.

Am Anfang steht dabei die Eingewöhnung. Die gelungene Gestaltung der Eingewöhnungsphase ist die Basis für einen erfolgreichen Kita-Einstieg und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kindern, Eltern und Kita. Daher betrachten wir die sanfte Eingewöhnung des Kindes unter Begleitung eines Elternteils bzw. einer dem Kind nahe stehenden Person als den Regelzugang zur Kita.

Aufgabe des Erziehers ist es, zu Kindern wie Eltern ein kooperatives Verhältnis aufzubauen und den vertrauensvollen Umgang miteinander zu fördern.

Kinder brauchen Anerkennung

Jedes Kind braucht für die Entwicklung seines Selbstbewusstseins und seines Selbstvertrauens die Erfahrung, von anderen (zunächst v.a. von Erwachsenen) vorbehaltlos anerkannt, wertgeschätzt und geliebt zu werden. Dem entsprechend müssen unsere pädagogischen Fachkräfte:

  • sich jedem anvertrauten Kind gleichermaßen emotional zuwenden
  • Vertrauen in das Entwicklungsstreben eines jeden Kindes haben (Dies meint, all sein Handeln prinzipiell als etwas anzusehen, was das Kind aus vernünftigen Gründen tut, weil es sich selbst, seine Umgebung und die Menschen, mit denen es zusammen ist, verstehen will und damit kompetent umgehen möchte)
  • sich dafür interessieren, was ein Kind tut und mit welchen Beweggründen es dieses macht und für seine “Argumente” auch zugänglich sein
  • beim Kind in erster Linie die Kompetenzen erkennen/fördern und nicht den Fokus auf (vermeintlich) zu überwindende „Defizite“ zu legen
  • mit Sensibilität für den Entwicklungsstand des Kindes und dem dazugehörigen Verantwortungsgefühl Grenzen abstecken und ermöglichen, dass jedes Kind seine Handlungs- und Entscheidungsräume stetig erweitern kann und damit Vertrauen in die eigene Handlungswirksamkeit erlangt

Kinder brauchen Bildungsmöglichkeiten und -anregungen

Kindertagesstätten sollen dazu beitragen, dass Kinder gute Chancen für eine lebenswerte Perspektive in unserer Gesellschaft haben, gleich welchem Geschlecht sie angehören und wie ihr ethisch-kultureller oder sozialer Hintergrund ist.

Jedes Kind ist von Natur aus neugierig und möchte die Welt entdecken und erleben. In Übereinstimmung mit dem Berliner Bildungsprogramm  (BBP) gehen wir davon aus, dass Bildung als eine Aneignungstätigkeit verstanden wird, „mit der sich der Mensch ein Bild von der Welt macht“ und dass die pädagogische Arbeit in der Kindertagesstätte „Bildung nicht erzwingen [kann], sondern […] immer nur einen bedingten Einfluss darauf [hat], wie ein Kind sich sein Bild von der Welt macht“ (BBP 2014, S.13). Für die pädagogische Fachkraft dient das BBP damit als Arbeitsgrundlage und als methodischer Leitfaden.

Entscheidend ist uns bei der Begleitung der Bildungsprozesse, wie die Erzieher es verstehen, durch anregende Fragen und Gestaltung der Lernumgebung den Aneignungsprozess der Kinder zu unterstützen. Dabei kommt es darauf an:

  • den Forscherdrang der Kinder zu unterstützen (und so manches Mal auch auszuhalten)
  • die Interessen der Kinder wahrzunehmen und geeignete Anregungen und Materialien – aber auch Zeit und Raum – zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema zur Verfügung zu stellen
  • den Kindern neue Erfahrungen ermöglich – sie herauszufordern, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, die bisher nicht zu ihrer Erfahrungswelt gehörten
  • Fragen zu stellen, wodurch Kinder zum Weiterdenken und zur Suche nach eigenen Erklärungen angeregt werden

Diese Sichtweise – Subjektivität des Bildungsprozesses – schließt aber nicht aus, dass im pädagogischen Prozess Ziele formuliert werden und der pädagogische Prozess geplant wird. Wenn es darum geht, dass Kinder die Welt erfassen, sie sich aneignen und aktiv mit gestalten, müssen Pädagogen sich dazu Gedanken machen, welche Kompetenzen dabei von zentraler Bedeutung sind.

Eine weitere wesentliche Aufgabe der pädagogischen Fachkraft liegt in der Beobachtung und Dokumentation der kindlichen Lern- und Entwicklungsprozesse (z.B.: SLT und jährliche Entwicklungsgespräche). Diese dienen der am Kind orientierten weiteren Planung der pädagogischen Arbeit, der Verdeutlichung der Entwicklungsschritte des Kindes und bieten sich häufig auch als Medium in der Arbeit mit den Kindern an.

Kinder brauchen die Kindergemeinschaft

In unseren integrativen Kindergruppen machen die Kinder Erfahrungen über ihren Familienrahmen hinaus und haben die Möglichkeit mit Gleichaltrigen Erfahrungen zu sammeln und Unterschiedlichkeiten kennen zu lernen. So lernen sie u.a. im Umgang mit Kindern verschiedener kultureller Hintergründe, Kindern mit Behinderungen und Kindern mit besonderen Begabungen, unbefangen mit dem Anderssein umzugehen und es als Bereicherung zu erleben.

Kleinkinder bis zum zweiten Lebensjahr werden bei uns zunächst in einem geschützten Rahmen einer Nestgruppe betreut. Mit ihrem Wechsel in eine Gruppe der 2-6-Jährigen profitieren sie vom Umgang mit Kindern unterschiedlichen Alters (Vorbildfunktion, Verantwortungsübernahme etc.).

Wenn sich Kinder untereinander über ihre Wahrnehmungen und Erlebnisse verständigen, ordnen sie die Dinge, versuchen Zusammenhänge zu knüpfen, vergleichen ihre Sichtweisen und verändern so ihr Bild von der Welt und sich selbst.

Im Kontakt mit den anderen Kindern lernen sie, Gefühle zu äußern und mit unterschiedlichen Bedürfnissen nach Nähe und Distanz umzugehen. In der Kindergruppe entwickeln sie ihre Identität in einer weiteren sozialen Gemeinschaft neben der Familie.

Zusammenarbeit von Eltern und Kindertagesstätte  

Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist für uns selbstverständlich. Wir wünschen uns eine Elternschaft, die das Kita-Konzept mit trägt. Ideen und Vorschläge der Eltern sind uns wichtig und werden in der Kita, bzw. mit Kita und Träger auf ihre Realisierbarkeit betrachtet.

Unterschiedliche Meinungen oder auch Kritik wird es immer geben. Sie sind Anstöße für Weiterentwicklungen. Wir unterstützen den sachlichen Austausch unter den Beteiligten.

Zusammenarbeit im Team

Die funktionierende Zusammenarbeit im Team trägt für uns maßgeblich zum Betriebsklima bei. Das wirkt sich wiederum unmittelbar auf die Arbeit mit den Kindern aus. Eine offene Atmosphäre, gegenseitige Wertschätzung, gemeinsame Entscheidungsfindung und kritische Auseinandersetzung sind uns wichtig.

Dazu finden regelmäßige Dienstberatungen in Klein-und Großteams statt. Jeder Mitarbeiter ist angehalten, sich fortzubilden. Besonderen Wert legen wir auf Teamfortbildungen und Zusatzqualifizierungen (z.B.: Facherzieher für Integration, Sprachfördererzieher, Begabungspädagoge).

Aussagen zu einzelnen Aspekten der Arbeit unserer Kindertagesstätten

  • Wir bieten Kita-Betreuung für Kinder im Alter von 0-6 Jahren.
  • Für einen guten Start in die Kita erfolgt in unseren Einrichtungen eine Eingewöhnungsphase, orientiert am Berliner Eingewöhnungsmodell.
  • Bei den Jüngsten (Kinder von 8 Wochen bis etwa 2 Jahren) favorisieren wir die Betreuung in altershomogenen Gruppen. Ab dem 2. Lebensjahr wird die Altersmischung In alle Gruppen integrieren wir die von uns betreuten Kinder mit Behinderungen.
  • Formen von offener Arbeit werden bei unseren altersgemischten Gruppen angewandt. Differenziert nach dem Alter der Kinder und den räumlichen Voraussetzungen gestaltet sich die offene Arbeit auf Bereichs- bzw. Etagenebene.
  • Das Spiel – im Haus sowie im Freien – ist die Haupttätigkeit des Kindes. Ihm ist im Tagesablauf genügend Zeit einzuräumen.
  • Durch die Beobachtung der kindlichen Entwicklung und aktuellen Interessen der Kinder wählen die Fachkräfte die Themen für Angebote und Projekte in ihren Gruppen aus. Das bedeutet, dass Beobachtungen der Ausgangspunkt für die pädagogische Planung Verlauf und Ergebnisse der Arbeit mit den Kindern werden dokumentiert.
  • Wir setzen auf altersadäquate Partizipation der Kinder an sie betreffende Belange und Entscheidungen im Kita-Kontext. In den Bereichen, wo ein Kind bereits kompetent Entscheidungen treffen kann, soll dies auch zugelassen werden.
  • Vorbereitung auf die Grundschule findet während der gesamten Zeit in der Kita statt. Vorrangig die Vorschulkinder setzen sich in einem komplexen Projekt mit den neuen Anforderungen eines künftigen Schulbesuchs auseinander; in einer Projektphase werden erste Kontakte der Kinder zu ihren künftigen Schulen initiiert. Kooperationsverträge regeln die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule.
  • Eine harmonische Essensatmosphäre ist uns bedeutsam: Essen soll als Genuss und nicht als Muss erlebt werden. Wir bieten gesunde Ernährung: bevorzugt gemeinsame Frühstücks- und Vesperzubereitung und die Mittagessenbereitung in der hauseigenen Küche.
  • Getränke sind während des gesamten Tagesablaufes für die Kinder zugänglich.
  • Erholsamer Schlaf ist ein Grundbedürfnis. Wichtig dabei ist, dass das Bedürfnis nach Schlaf von den Fachkräften erkannt und den Kindern eine entspannte Schlafsituation oder eine erholsame Ruhephase ermöglicht wird.
  • Die Kita-Räume werden nach den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und Pädagogen und durch diese gemeinsam gestaltet. Wir legen besonderen Wert auf ausreichend Platz für Spiel, Bewegung sowie Rückzugsmöglichkeiten. Die Außenanlagen der BOOT-KITAS werden nach ökologischen und pädagogischen Gesichtspunkten unter Einbeziehung der Kinder und Erzieher angelegt. Die Prämissen der jeweiligen Hauskonzeption gilt es dabei zu beachten.
  • Neben fertigem Spielmaterial werden auch vielfältige Materialien zum kreativen Gestalten („unfertiges” Material, Naturmaterial) angeboten.
  • Unsere kleinen und großen Kita-Feste (z.B. Sommerfest, Geburtstage, Feiertage verschiedener Kulturen) bereichern das Kita-Leben und fördern die Identitätsentwicklung der Kinder.
  • Gruppenfahrten (frühestens ab 4. Lebensjahr) oder Übernachtungen von Kindergruppen in der Kita werden als Höhepunkte im Jahresverlauf unterstützt.
  • Kita als Kiez-Treffpunkt: Die größeren Hausfeste der BOOT-KITAS stehen den Eltern wie Anwohnern offen; zusätzliche Angebote für Interessengruppen sowie Angebote für Eltern (z.B. Nutzung der Tonwerkstatt oder Sauna) sind möglich.

Entwicklungsziele des Trägers

Um unsere Angebote an den kindlichen Bedürfnissen und dem Bedarf von Familien orientieren zu können, ist es nötig, die Grenzen gegenwärtig vorhandener Strukturen und Institutionen zur Kinderbetreuung zu überwinden.

Derzeit verfolgen wir folgende konzeptionelle Überlegungen:

  1. Ermöglichung eines kontinuierlichen Bildungsverlaufs vom Kindergarten bis Schule durch den Aufbau einer eigenen freien Grundschule nach dem Bürgerschul-Konzept
  2. Unterhalten eines trägereigenen Zentrums zur Bildung und Beratung von Mitarbeitern und Familien zu pädagogischen Inhalten
  3. Schaffung von Netzwerken und Auf- und Ausbau von Kooperationen mit anderen sozialen Dienstleistern sowie mit Wirtschaftsunternehmen

 

Stand August 2017